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Warum reicht Eigenreinigung in Kitas oft nicht aus? Wir erklären, wie Infektionsschutz, Hygienevorschriften und professionelle Reinigung in Kindertagesstätten zusammenhängen.

Eine Erzieherin berichtet uns immer wieder dasselbe: Sobald ein Kind in der Gruppe erkältet ist, dauert es meist nur wenige Tage, bis die halbe Gruppe hustet. Das ist kein Zufall, sondern die direkte Folge davon, wie eng Kleinkinder miteinander und mit ihrer Umgebung in Kontakt stehen. Genau hier setzt professionelle Hygiene in der Kita an – nicht als bürokratische Pflichtübung, sondern als aktiver Gesundheitsschutz.
Viele Träger unterschätzen, wie sehr sich die hygienischen Anforderungen einer Kita von denen eines Büros oder sogar eines normalen Wohnhauses unterscheiden. In diesem Ratgeber erklären wir, warum Hygiene in Kindertagesstätten so entscheidend ist, welche Bereiche besonders kritisch sind und warum Eigenreinigung durch das pädagogische Personal an ihre Grenzen stößt.
Kinder im Kita-Alter haben ein Immunsystem, das sich noch in der Entwicklung befindet. Gleichzeitig verbringen sie den Tag in sehr engem Kontakt miteinander: Sie teilen Spielzeug, sitzen dicht beieinander, fassen sich gegenseitig an und stecken Gegenstände in den Mund, ohne dass sich das im Alltag verhindern lässt. Diese Kombination macht Kitas zu einem Ort, an dem sich Krankheitserreger besonders schnell verbreiten können – von harmlosen Erkältungsviren bis zu Magen-Darm-Infekten wie Noroviren.
Professionelle Hygiene unterbricht diese Infektionsketten, bevor sie entstehen. Das betrifft nicht nur die Kinder selbst, sondern auch das pädagogische Personal, das täglich stundenlang in engem Kontakt mit vielen Kindern gleichzeitig steht.
Der mit Abstand sensibelste Bereich. Fäkal-orale Übertragungswege, etwa bei Magen-Darm-Infekten, verbreiten sich hier besonders leicht, wenn Wickeltische, Toiletten und Waschbecken nicht konsequent desinfiziert werden.
Türklinken, Lichtschalter, Tischplatten und vor allem Spielzeug werden von zahlreichen Kindern nacheinander berührt. Gerade Spielzeug, das in den Mund genommen wird, muss deutlich häufiger gereinigt werden als in einem normalen Haushalt üblich.
Kissen, Decken und Kuscheltiere aus dem Ruhebereich stehen in engem Hautkontakt mit den Kindern und sollten regelmäßig gewaschen werden, insbesondere in Krippengruppen mit Mittagsschlaf.
Sofern eine eigene Küche betrieben wird, kommen zusätzlich lebensmittelhygienische Anforderungen hinzu. Essplätze und Arbeitsflächen müssen nach jeder Mahlzeit gereinigt werden, um eine Kreuzkontamination zu vermeiden.
In vielen kleineren Einrichtungen übernimmt das pädagogische Personal selbst einen Teil der Reinigung – meist aus Kostengründen oder historisch gewachsener Praxis. Das Problem dabei: Erzieherinnen und Erzieher sind für die pädagogische Arbeit ausgebildet, nicht für professionelle Hygienemaßnahmen. Es fehlt häufig das Fachwissen über korrekte Verdünnung von Desinfektionsmitteln, Einwirkzeiten oder die Trennung von Reinigungstüchern für unterschiedliche Bereiche.
Hinzu kommt der Zeitfaktor: Wer den ganzen Tag mit der Betreuung von Kindern beschäftigt ist, hat schlicht nicht die Kapazität, gleichzeitig eine gründliche, normgerechte Reinigung durchzuführen. Das Ergebnis ist häufig eine oberflächliche Reinigung, die zwar optisch sauber wirkt, hygienisch aber nicht ausreicht.
Eine professionelle Reinigungsfirma bringt geschultes Personal mit, das die Unterschiede zwischen Reinigung und Desinfektion kennt, die richtigen Produkte für sensible Bereiche einsetzt und feste Reinigungspläne nach anerkannten Standards wie der DIN 77400 einhält. Zusätzlich sorgt eine lückenlose Dokumentation dafür, dass sich jederzeit nachvollziehen lässt, wann welcher Bereich behandelt wurde – ein Punkt, der bei Prüfungen durch das Gesundheitsamt regelmäßig abgefragt wird.
Bei Kristall A+ setzen wir zusätzlich auf dermatologisch geprüfte, kindgerechte Reinigungsmittel, die auch bei intensivem Hautkontakt gesundheitlich unbedenklich sind – ein Aspekt, der in der Praxis oft unterschätzt wird, aber gerade bei Kleinkindern entscheidend ist.
Als grobe Orientierung, abgeleitet aus der Praxis und der DIN 77400:
Ein oft übersehener Effekt: Eine sauber und hygienisch geführte Kita wirkt sich messbar auf die Zufriedenheit von Eltern und Personal aus. Weniger Krankheitsausfälle bei Kindern und Erzieherinnen bedeuten einen stabileren Betreuungsalltag – und ein professionelles Reinigungskonzept ist damit indirekt auch ein Beitrag zur pädagogischen Qualität einer Einrichtung.
Hygiene in der Kita ist weit mehr als Sauberkeit im optischen Sinne – sie ist aktiver Infektionsschutz für die verletzlichste Zielgruppe überhaupt. Eigenreinigung durch das pädagogische Personal stößt hier schnell an ihre Grenzen, sowohl fachlich als auch zeitlich. Eine professionelle, normgerechte Reinigung nach DIN 77400 schafft die Grundlage für eine gesunde, sichere Umgebung, in der sich Kinder entfalten können.
Kristall A+ Gebäudereinigung berät Sie gerne zu einem individuellen Hygienekonzept für Ihre Kindertagesstätte in Hanau und Umgebung – inklusive kostenloser Besichtigung vor Ort. Mehr zu Kosten und Ablauf finden Sie auch in unserem Artikel zur [Kita-Reinigung Hanau: Kosten, Ablauf und Anforderungen nach DIN 77400].
Weil Kleinkinder ein noch nicht ausgereiftes Immunsystem haben und in besonders engem körperlichem Kontakt miteinander stehen, wodurch sich Krankheitserreger schneller verbreiten.
In der Regel nicht ausreichend, da Fachwissen zu Desinfektion und die zeitlichen Kapazitäten neben der Kinderbetreuung fehlen.
Sanitär- und Wickelbereiche, gefolgt von häufig berührtem Spielzeug und Kontaktflächen wie Türklinken.
Je nach Nutzung wöchentlich, in Krippengruppen mit sehr jungen Kindern häufig täglich.
Die DIN 77400 definiert Reinigungsintervalle und Flächenkategorien speziell für Bildungseinrichtungen wie Kitas.
Ja, eine konsequente Unterbrechung von Infektionsketten durch regelmäßige Desinfektion kritischer Bereiche reduziert nachweislich die Verbreitung von Krankheitserregern in Gemeinschaftseinrichtungen.
Reinigung entfernt Schmutz und einen Teil der Keime, Desinfektion reduziert Krankheitserreger gezielt auf ein unbedenkliches Maß – in Kitas werden beide Schritte kombiniert eingesetzt.